Fahne mit Logo kreativfieber

Grenzenlose Freundschaft

Ein Gastbeitrag von Jutta & Maike vom Blog „kreativfieber“

Juli 2020. Oh echt, ihr wohnt gar nicht in der gleichen Stadt? Sogar in verschiedenen Ländern? Diese Fragen kommen fast immer auf, wenn wir zusammen auf einem Event sind. Trotz einer Landesgrenze zwischen uns haben wir fast täglich Kontakt – und arbeiten auch noch zusammen an Kreativfieber (Blog & Content Creation).

Mittlerweile sind wir seit 15 Jahren befreundet – und nur die ersten fünf davon haben wir im gleichen Land gelebt. Kennengelernt haben wir uns im Sprachkurs für unser Studium in den Niederlanden und während Jutta sich nach dem Abschluss von Stroopwafels & Gouda verabschiedet hat und wieder ins Münsterland gezogen ist, bleibt Maike bis heute der Liebe wegen Wahl-Holländerin. Zum Glück wohnen wir trotz der Landesgrenze nur einen Regionalzug von einander entfernt. Dass wir nicht in Flugzeuge steigen oder mit verschiedenen Zeitzonen rechnen müssen, macht es uns natürlich leichter.

Befreundet sein und zusammenarbeiten – für uns eine Traumkombi

Dass wir super zusammenarbeiten können, haben wir direkt im Studium gemerkt. Neben vielen Uni-Projekten, teilten wir auch unser liebstes Hobby: Selbermachen! So haben wir zusammen unzählige Wände gestrichen und eins unser beliebtesten Ausflugsziele war tatsächlich der Baumarkt. Als wir beide über einen Blog nachgedacht haben, war für uns direkt klar: Das machen wir auch zusammen! Die erste Zeit war für uns ein großes Abenteuer und als sich erste Angebote für Buchprojekte und Kooperationen auftaten, haben wir zusammen den Sprung ins kalte Wasser gewagt: Die Selbstständigkeit!

Wie arbeitet man effektiv zusammen, wenn die eine in den Niederlanden und die andere in Deutschland sitzt? Da wir es gar nicht anders kennen hat es sich für uns immer ganz natürlich angefühlt. Neben dem bürokratischen Aufwand (2 Länder = 1000 verschiedene Regeln!) fühlt sich unsere kreative Arbeit fast wie Urlaub an. Am meisten an der Zusammenarbeit unter Freunden schätzen wir das Vertrauen und die Möglichkeit unsere Arbeit an unser Leben anzupassen.

Grenzenlose Freundschaft: viele schöne Erinnerungen

2012 sah unser Alltag nämlich noch ganz anders aus als jetzt. Damals starteten wir eigentlich jeden Tag entspannt mit einem Kaffee im Hangout (Videochat) in den Tag und bequatschten erst mal ausführlich alles Neue. Außerdem haben wir für größere Projekte regelmäßig ganze Powerwochen zusammen eingelegt und sind als kleine Packesel hin und her gereist. Seitdem gilt bei uns für Reisegepäck auch die interne Regel 1/6 Persönliches, 2/6 Proviant, 3/6 DIY-Material. An die Zeit haben wir viele lustige kleine Erinnerungen, z. B. an Maike, die es geschafft hat einen Koffer (größer als sie selbst!) voller Porzellan für unser Buchprojekt auf dem Fahrrad zum Zug zu transportieren und Jutta, die bei einer Zollkontrolle an der Grenze beim Gedanken an das weiße Wachsgranulat in Plastikbeuteln im Rucksack plötzlich ins Schwitzen kam. Das sah schon sehr verdächtig aus!

Mittlerweile hat sich bei unserer Arbeitsweise viel geändert, denn die größte Überraschung erlebten wir im Frühjahr 2017. Wir waren beide etwas nervös vor unserer Jahresplanung, weil wir der anderen erzählen wollten, dass ein Kreativfieber Baby so einige Pläne über den Haufen werfen würde. Unsere beiden Kinder sind im Herbst nur 14 Tage nacheinander auf die Welt gekommen. Seitdem sind unsere Gespräche beim ersten Kaffee morgens deutlich effizienter geworden und ein kleiner Luxus. Jeden Tag Kontakt haben wir trotzdem noch – und seien es nur ein paar Worte im Chat. Oft müssen wir über Projekte eh nicht mehr so lange diskutieren wie am Anfang. Wir sind uns schnell einig und wissen meist was der andere darüber denkt. Und unsere Packesel Skills sind in der neuen Lebensphase durchaus auch privat ganz nützlich!

Jutta vom Blog Kreativfieber am Handy

An den kleinen, alltäglichen Projekten arbeiten wir jetzt meist für uns im Homeoffice. Wenn wir mal nicht weiterkommen, beratschlagen wir uns schnell mit ein paar Fotos online. Obwohl wir uns ständig austauschen, kommt es trotzdem häufig vor, dass wir beim Einplanen von neuen Artikeln erst mal lachen müssen. In der gleichen Woche fast haargenau den gleichen Kuchen zu backen ist bei uns schon total häufig vorgekommen!

3 Tipps für Freundschaft auf Abstand – Kontakt halten und gemeinsam arbeiten – so klappt es bei uns!

Nr. 1 – Viel miteinander sprechen – auch mit Video!

In Zeiten von Corona ist Videotelefonie plötzlich total beliebt. Das können wir super nachvollziehen, denn unsere kleinen gemeinsamen Kaffeepausen sind für uns schon von Anfang an total wichtig. Den anderen ab und zu nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, hilft dabei sehr, dass sich das Treffen noch echter anfühlt. Außerdem kann man so auch gleich mal Neues zeigen.

Ganz wichtig ist für uns, nicht nur miteinander zu sprechen, wenn etwas Wichtiges ansteht, sondern den anderen auch an den ganz normalen Kleinigkeiten des Alltags teilhaben zu lassen. Schickt einfach ab und zu mal ein Foto und berichtet was ihr so macht!

Grenzenlose Freundschaft: Maike vom Blog kreativfieber grüßt per Videochat

Nr. 2 – Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Der Spruch klingt ganz klischeehaft, hat aber eine wichtige Botschaft: Lasst den anderen ab und zu wissen, dass ihr an ihn denkt. Für Pink Kisses haben wir schon zwei schöne DIYs zu dem Thema kreiert: Eine Geschenkbox mit Seifen und handgeschöpftes Briefpapier. Es muss aber gar nicht immer viel Zeit kosten. Jutta freut sich zum Beispiel immer riesig über holländische Süßigkeiten und Maike über ganz normale Backzutaten. In Holland sind gemahlene Mandeln nämlich nirgends aufzutreiben.

Post für dich! Ein Pink Kisses Gruß per Polaroid

Nr. 3 – Veränderungen akzeptieren und neue Wege finden

Wenn man viele Jahre befreundet ist, dann macht man so einige große Veränderungen im Leben der Freundin mit: Abschlüsse, Umzüge, Verluste, Hochzeiten und Familiengründung. So viel Zeit wie im Studium in der gleichen Stadt hat man als Freundinnen wahrscheinlich nie wieder miteinander. Anstatt der guten alten Zeit hinterher zu trauern, sollte man aktiv werden und neue Wege suchen in Kontakt zu bleiben.

Nach einer großen Veränderung ist es ganz normal, dass man ein bisschen experimentieren muss, bis man eine neue Arbeitsweise gefunden hat die funktioniert. Aber Veränderungen können auch total schön und etwas Positives sein. So freuen wir uns, dass wir unser Kreativfieber Team 2020 nochmal doppelt mit Nachwuchs erweitern. Diesmal dann aber mit 4 Monaten Abstand!

Schon bald gibt's weitere schöne Erinnerungen für die kreativfieber-Mädels: Jutta und Maike sind wieder im Babyfieber